Laura.

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UX Case Study

Photovate 2.0 · ERP für Solarbetriebe

Vom starren Rollensystem zum flexiblen Berechtigungskonzept

Wie 11 Interviews und zwei Entscheidungsworkshops ein starres RBAC-System in ein editierbares Rollen-Template-Konzept übersetzt haben — inklusive einer bewussten Entscheidung gegen ein klares Research-Signal.

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TL;DR — das Wichtigste in 30 Sekunden

Rolle

UX Researcher (Research-Phase) · Mitentscheidung im Konzept-Workshop mit dem Product Team

Zeitraum

Okt. – Dez. 2024 · von Research bis MVP-Konzept

Team

Customer Success, Tech Support & Marketing (Research) · Product Team (Konzept-Entscheidung)

Methoden

11 qualitative Interviews, Affinity Mapping, Skalen-Einschätzung, Wettbewerbsanalyse, Entscheidungsworkshops

01 · Ausgangslage

Kontext & Problemstellung

Business-Problem

Sensible Daten — Einkaufspreise, Provisionen, Personalakten — sind oft für mehr Personen sichtbar als nötig.

User-Problem

Kunden verstehen nicht, welche Rechte sich hinter Rollennamen verbergen; Rechte lassen sich praktisch nicht mehr entziehen.

Zielgruppe

Geschäftsführer, Admins und Fachanwender bei Photovate-Kundenunternehmen.

[PLATZHALTER: SCREENSHOT „Photovate 1.0 Rollenübersicht (Bestandssystem)”]

02 · Verantwortung

Meine Rolle & Team

Verantwortlich für Hypothesenbildung, Interviewleitfaden, Durchführung und Auswertung von 11 externen Interviews sowie die Synthese zu einer konkreten Empfehlung.

Gemeinsam mit dem Product Team wurden Research-Insights in ein konkretes, MVP-fähiges Konzept übersetzt.

03 · Prozess

Herangehensweise

Interner Kickoff — Problemhypothesen mit Customer Success, Tech Support & Marketing geschärft.

11 Interviews — qualitativ, um das „Warum” hinter Wunschlisten zu verstehen.

Affinity Mapping — wiederkehrende Muster statt Einzelmeinungen.

Wettbewerbsanalyse — HubSpot & Hero als Referenz für modulare Berechtigungssysteme.

Entscheidungsworkshops — Insights gegen technische Machbarkeit & MVP-Scope abgewogen.

04 · Entscheidungen

Zentrale Entscheidungen & Trade-offs

Vier Weichenstellungen, jeweils mit der bewusst verworfenen Alternative und der Begründung.

01 · Editierbare Rollen-Templates

Standardrollen basieren auf Templates; die Rolleninstanz bleibt editierbar, die Templates selbst nicht. So bleibt schnelle Einladung möglich, ohne Flexibilität zu verlieren.

02 · Keine technische Rollenhierarchie

Trotz klarem Research-Signal wurde auf Hierarchie verzichtet, weil sie unverhältnismäßig viel Komplexität erzeugt hätte.

03 · Abteilungen entkoppelt

Abteilungen werden manuell pro Mitarbeiter zugewiesen und bleiben optional — sonst hätte jede Kombination eine neue Rolle erfordert.

04 · Scope-Priorisierung für MVP

Nur Rollen, die in mindestens 80 % der Interviews genannt wurden, kommen in den MVP — Ergebnis: 8 Standardrollen.

05 · Lösung

Das MVP-Konzept

8 Standardrollen, jeweils als editierbares Template. Admins stellen Berechtigungen entlang zweier Dimensionen ein: Interaktionsrecht × Zugriffsradius.

Interaktionsrecht

Kein Zugriff · Lesen · Bearbeiten

Zugriffsradius

Eigene Daten · Abteilung · Unternehmensweit

Standardrolle

Leads

Vertrieb

Projekte

Personal

Admin

bearb. alle

bearb. alle

bearb. alle

bearb. alle

Vertrieb

lesen alle

bearb. eigene

lesen alle

Montage/-leitung

lesen alle

bearb. Abt.

Personalmanagement

bearb. alle

06 · Impact

Was das Konzept bewirkt

8

validierte Standardrollen — priorisiert an einer harten Schwelle statt Bauchgefühl.

11

externe Interviews plus interne Stakeholder-Perspektiven zu einem MVP-Konzept konsolidiert.

1

zentraler Admin-Ort für Rollen, Templates und Berechtigungen — bewusst gebündelt.

Was ich mitnehme

Gute UX-Arbeit bedeutet nicht, jedes Insight 1:1 umzusetzen, sondern es gegen technische Machbarkeit und Wartbarkeit abzuwägen — und diesen Trade-off transparent zu machen.

© Laura. UX Case Study · Photovate 2.0 · 2024

Kontext · Methode · Trade-offs · Lösung